Ratgeber

Wie oft zum Groomer? Sinnvolle Intervalle je Felltyp

Frisch gepflegter weißer Malteser mit rundem Teddy-Schnitt auf dem Grooming-Tisch

Wie oft ein Hund zum Groomer sollte, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es hängt vor allem vom Fell ab: Wächst es ständig weiter oder haart es aus? Verfilzt es leicht? Und wie viel pflegst du selbst zu Hause? Hier bekommst du eine ehrliche Orientierung je Felltyp - und ein paar klare Anzeichen, an denen du erkennst, dass der nächste Termin fällig ist.

Pudel und Doodle: alle vier bis acht Wochen

Pudel, Doodle und ähnliche Locken- und Wollfelle wachsen kontinuierlich und haaren kaum aus. Was nach einem Vorteil klingt, hat eine Kehrseite: Lose Haare bleiben im Fell hängen, bilden Knötchen und verdichten sich ohne Pflege schnell zu Filz.

Für Pudel gelten sechs bis acht Wochen als guter Rhythmus. Bei Doodles kommt es stark auf das Fell des einzelnen Hundes an: Manche kommen mit sechs bis acht Wochen aus, dichte, weiche Doodle-Felle brauchen oft schon nach vier bis sechs Wochen wieder einen Termin. Dazwischen ist regelmäßiges Bürsten zu Hause Pflicht, bei vielen Doodles am besten täglich - sonst verfilzt das Fell bis auf die Haut.

Eine einfache Grundregel: Je länger der Schnitt, desto kürzer das Intervall. Wer sein Doodle-Fell flauschig lang mag, sollte öfter kommen und mehr bürsten.

Yorkshire Terrier und Malteser: seidiges Haar, regelmäßiger Schnitt

Yorkshire Terrier und Malteser haben seidiges Haar, das ähnlich wie beim Pudel immer weiterwächst. Ohne regelmäßigen Schnitt wird es lang, knotet an Reibungsstellen und fällt irgendwann in die Augen.

Vier bis sechs Wochen sind für diese Felle ein realistischer Rahmen, ein pflegeleichter Kurzschnitt kann das Intervall etwas strecken. Wichtig ist sehr regelmäßiges Kämmen zu Hause, besonders hinter den Ohren, unter dem Halsband und in den Achseln - dort entsteht Filz zuerst.

Kurzhaar: seltener, aber nicht nie

Labrador, Beagle und andere Kurzhaarhunde brauchen keinen Schnitt, profitieren aber trotzdem von Pflege. Als Richtwert werden für solche Felle etwa zwölf Wochen zwischen den Terminen genannt. Beim Profi geht es dann weniger um die Frisur als um Bad, Krallen, Ohren und das Ausbürsten der Unterwolle, gerade im Fellwechsel.

Zu Hause reicht meist wöchentliches Bürsten. Das entfernt lose Haare und hält das Fell glatt und glänzend.

Woran du merkst, dass es Zeit ist

Der Kalender ist eine Orientierung, dein Hund ist der bessere Maßstab. Typische Anzeichen:

  • Der Kamm bleibt hängen, hinter den Ohren, in den Achseln oder am Bauch bilden sich Knötchen
  • Die Krallen klicken hörbar auf dem Boden
  • Haare fallen in die Augen oder die Augenpartie verklebt
  • Das Fell wirkt insgesamt ungepflegt oder dein Hund haart auffällig stark

Gerade Filz solltest du nicht aussitzen: Verfilzte Stellen ziehen an der Haut, können schmerzen und schränken die Bewegung ein. Je früher der Termin, desto schonender und meist auch günstiger die Pflege. Und wenn die Haut gerötet ist oder dein Hund sich auffällig kratzt, gehört das in tierärztliche Hände - dieser Ratgeber ersetzt keinen Tierarztbesuch.

Zwischen den Terminen: eine kleine Routine hilft

Ein paar Minuten Bürsten alle zwei bis drei Tage machen den Unterschied. Das Fell bleibt kämmbar, und dein Hund gewöhnt sich daran, angefasst und gepflegt zu werden. Je entspannter er das kennt, desto ruhiger laufen auch die Termine im Salon.

Wenn du unsicher bist, welcher Rhythmus zu deinem Hund passt: Im Pfotenparadies in Ingolstadt schauen wir uns Felltyp und Zustand in Ruhe an und empfehlen dir ein ehrliches Intervall - kein Fließband, jeder Termin bekommt genug Zeit. Mehr zum Thema findest du in unseren Artikeln Verfilzung vorbeugen und Welpen an die Pflege gewöhnen.

Dieser Ratgeber gibt allgemeine Pflegetipps aus dem Salon-Alltag und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Bei Haut-, Schmerz- oder Verhaltensauffälligkeiten bitte immer tierärztlich abklären lassen.