Krallen & Pfoten durchs Jahr - so bleibt dein Hund gut zu Fuß
Pfoten tragen deinen Hund durch jedes Wetter - über gefrorene Wege im Januar genauso wie über aufgeheizten Asphalt im Juli. Umso mehr lohnt sich ein regelmäßiger Blick auf Krallen und Ballen. Hier findest du die wichtigsten Punkte fürs ganze Jahr, ruhig erklärt und ohne Drama.
Der Klick-Test: Sind die Krallen zu lang?
Der einfachste Hinweis kommt über deine Ohren. Wenn du deinen Hund auf Fliesen, Parkett oder Laminat laufen hörst und es dabei deutlich klickt, berühren die Krallen beim Gehen den Boden - und das sollten sie im entspannten Stand eigentlich nicht. Ein zweiter Check: Steht dein Hund ruhig, solltest du ein Blatt Papier unter die Krallen schieben können. Geht das nicht, sind sie zu lang.
Zu lange Krallen sind dabei mehr als ein Schönheitsthema. Sie können die Stellung der Zehen verändern und auf Dauer den Bewegungsapparat belasten. Als grobe Orientierung gilt: alle vier bis acht Wochen kontrollieren, je nachdem, wie viel dein Hund auf weichem oder hartem Untergrund unterwegs ist. Bei dunklen Krallen lässt sich von außen kaum erkennen, wie weit gekürzt werden darf - hier lieber in erfahrene Hände geben, statt zu tief zu schneiden.
Winter: Streusalz und Splitt
Streusalz trocknet die Ballenhaut aus und begünstigt kleine Risse. Splitt und scharfe Eiskanten kommen im Winter noch dazu. Drei Dinge helfen:
- Gesalzene Wege meiden, wenn es die Route irgendwie zulässt.
- Vor dem Spaziergang ein dünner Film Pfotenbalsam, Hirschtalg oder Wollwachs, damit die Ballen geschmeidig bleiben.
- Nach dem Spaziergang die Pfoten mit lauwarmem Wasser abspülen und die Zwischenräume anschauen: Dort sammeln sich gern Eisklümpchen, Steinchen und Salzreste.
Sind die Ballen bereits wund oder rissig, lass sie am besten von deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt anschauen. Hundeschuhe können den Ballen in dieser Zeit übergangsweise Schutz bieten.
Sommer: heißer Asphalt
Asphalt kann in der Sonne sehr heiß werden. Ob der Boden noch in Ordnung ist, verrät dir der Sieben-Sekunden-Test: Lege deinen Handrücken für sieben Sekunden auf den Asphalt. Ist er dir zu heiß, ist er auch für Hundepfoten zu heiß.
Verschiebe Spaziergänge an solchen Tagen in den frühen Morgen oder späten Abend und weiche auf Gras oder schattige Wege aus. Zeigt dein Hund nach einem heißen Tag gerötete Ballen oder Blasen, oder humpelt er, gehört das ohne Umweg in tierärztliche Hände.
Ballenpflege das ganze Jahr
Gewöhne dir an, die Pfoten regelmäßig kurz anzuschauen - am besten nach dem Spaziergang, wenn dein Hund ohnehin gerade still hält. Ein Pfotenbalsam, ein- bis zweimal pro Woche einmassiert, hält die Ballen geschmeidig; bei Frost oder großer Hitze darf es auch öfter sein. Bei langhaarigen Hunden lohnt es sich zudem, die Haare zwischen den Ballen mit einer abgerundeten Schere zu kürzen. So sammeln sich dort weniger Schmutz und Filz, und dein Hund läuft spürbar angenehmer.
Lieber einmal mehr draufschauen lassen
Krallen schneiden ist Übungssache, und nicht jeder Hund hält dafür gern still. Wenn du unsicher bist, ist das kein Grund für schlechtes Gewissen - es ist der richtige Moment, jemanden draufschauen zu lassen. Bei uns im Pfotenparadies in Ingolstadt gehört der Blick auf Krallen, Ballen und Pfotenhaare zu jedem Pflegetermin dazu. Kein Fließband: Jeder Termin bekommt genug Zeit und eine ruhige Hand. Einen Termin kannst du bequem über Beautinda buchen.
Ein Hinweis zum Schluss: Dieser Artikel ersetzt keinen Tierarztbesuch. Bei Verletzungen, Blutungen, anhaltendem Humpeln oder wenn dir etwas an den Pfoten deines Hundes seltsam vorkommt, lass bitte deine Tierärztin oder deinen Tierarzt draufschauen.
Dieser Ratgeber gibt allgemeine Pflegetipps aus dem Salon-Alltag und ersetzt keinen Tierarztbesuch. Bei Haut-, Schmerz- oder Verhaltensauffälligkeiten bitte immer tierärztlich abklären lassen.